Einen Meetingraum im Coworking zu buchen wirkt einfach: Das Team wählt eine Uhrzeit, kommt vorbei und arbeitet. Schwierig wird es, wenn das Formular Plätze statt des ganzen Raums verkauft, wenn ein Raum für sechs Personen an eine Gruppe von zehn geht oder wenn das nächste Meeting beginnt, während noch jemand Kabel aufrollt. Coworking-Spaces, Büros mit vermietbarem Besprechungsraum und kleine Schulungszentren haben dasselbe Problem. Ein Raum hat eine Kapazität, eine bestimmte Ausstattung und braucht Zeit zur Vorbereitung.

Dieser Leitfaden zeigt, wie du diese drei Elemente in einem Angebot verbindest, das Kunden vor dem Absenden ihrer Anfrage verstehen. Raumnamen, Uhrzeiten und Ausstattung in den Beispielen sind fiktiv. Die allgemeinen Regeln für gemeinsam genutzte Ressourcen zwischen Angeboten beschreibt der Leitfaden Doppelbuchungen vermeiden. Hier geht es um einen einzelnen Raum, den ein Team exklusiv mietet.

Einen Meetingraum buchen heißt, den ganzen Raum zu mieten

Ein Team, das einen Raum bucht, kauft keine sechs unabhängigen Plätze. Es belegt den Raum vollständig, auch wenn nur drei Personen kommen. Richtest du den Raum wie einen Workshop mit Plätzen ein, nimmt das System womöglich zwei verschiedene Firmen zur selben Stunde an, weil sie zusammen unter der Stuhlzahl bleiben. Bei einer offenen Veranstaltung ist das richtig, für zwei Teams mit vertraulichen Gesprächen ein klarer Konflikt. Die Buchungseinheit ist also der Raum, und die Personenzahl begrenzt ihn, statt die Verfügbarkeit zu vervielfachen.

Notiere für jeden Raum drei Fakten: die maximale Personenzahl, die feste Ausstattung und die Zeit, die vor und nach einem Meeting nötig ist. Ein Name wie „Raum B“ sagt neuen Kunden wenig. Eine Beschreibung wie „Eichenraum, bis 8 Personen, Bildschirm, Kamera und Whiteboard“ filtert unpassende Anfragen sofort heraus.

Die Microsoft-Exchange-Dokumentation zu Raumpostfächern beschreibt die Kapazität als maximale Zahl von Personen, die sich sicher im Raum aufhalten können, und trennt Räume von Gerätepostfächern. Sie zeigt ein Planungsmodell in einem anderen Werkzeug; sie beschreibt weder Meetlead noch eine Vorgabe für deine Räumlichkeiten.

Personenzahl: Kapazität ist eine Obergrenze, kein Preis

Leite die maximale Personenzahl aus der tatsächlichen Anordnung von Tischen und Stühlen ab, nicht nur aus der Fläche im Mietvertrag. Ein Raum für zehn Personen am Konferenztisch fasst womöglich weniger Gäste, sobald Flipchart und großer Bildschirm darin stehen. Grenzen aus Bau- oder Brandschutzvorschriften klärst du mit der Hausverwaltung; dieser Leitfaden ist keine Rechts- oder Fachberatung. Die Tabelle zeigt einen fiktiven Coworking-Space mit drei Räumen in einem Gebäude.

Scrolle die Tabelle seitlich, um alle Spalten zu sehen.

RaumMax. PersonenBestuhlungFeste Ausstattung
Lindenraum4Tisch und SesselBildschirm mit HDMI-Kabel
Eichenraum8KonferenztischBildschirm, Kamera, Whiteboard
Ahornraum14StuhlreihenBeamer, Tonanlage, Flipchart

Die Personenzahl in einer Anfrage zeigt, ob der Raum passt; sie erhöht nicht die Verfügbarkeit. Wählt eine Gruppe von acht Personen den Lindenraum, schlage einen größeren Raum vor, statt die Anfrage mit dem Vermerk „wir quetschen uns rein“ anzunehmen. Entscheide außerdem, ob der Preis für die ganze Raumbuchung oder pro Person gilt. Wie du diese Einheit klar benennst, zeigt der Leitfaden Preis pro Person oder Buchung.

Ausstattung: was im Raum ist und was bestätigt werden muss

Kunden wählen einen Raum auch danach, ob sie einen Laptop anschließen, eine Videokonferenz führen und etwas an eine Tafel schreiben können. Beschreibe die feste Ausstattung im Angebot des jeweiligen Raums, für alle Räume in derselben Reihenfolge. Mobile Geräte wie ein zusätzlicher Beamer oder ein Funkmikrofon sind eine eigene Ressource, die zwei Räume gleichzeitig brauchen können. Besitzt du nur ein solches Gerät, führe es nicht in jeder Raumbeschreibung als selbstverständlich auf.

  • Bildschirmanschlüsse: HDMI, USB-C oder ein Adapter vor Ort
  • Kamera und Mikrofon für Videokonferenzen oder der Hinweis, eigene Geräte mitzubringen
  • WLAN-Zugang und wie das Passwort zu den Gästen kommt
  • Whiteboard, Flipchart und Stifte sowie wer sie nachfüllt
  • Extras auf Anfrage, etwa Kaffee oder zusätzliche Stühle, gesondert bestätigt

Ausstattung, die du nicht garantieren kannst, gehört ins Anmerkungsfeld des Formulars und wird von Hand bestätigt. Ein Kunde kann „wir brauchen ein zweites Mikrofon“ schreiben, und du antwortest erst nach der Prüfung.

Meetingdauer, Vorbereitung und Aufräumen

Ein Meeting von 10:00 bis 12:00 Uhr belegt den Raum länger als zwei Stunden. Jemand muss die Technik einschalten und Stühle stellen, nach dem Meeting lüften und das Whiteboard wischen. Diese Zeit ist ein Puffer: Er blockiert den Raum, verlängert aber nicht das Meeting, das der Kunde sieht. Lege außerdem fest, in welchem Abstand du Startzeiten anzeigst; den Unterschied zur Meetingdauer erklärt der Leitfaden zu Buchungsintervallen.

  1. Echte Vorbereitungszeit messen.Notiere eine Woche lang, wie lange das Herrichten vor einem Meeting und das Aufräumen danach dauert. Miss jeden Raum getrennt, denn ein großer Raum mit Beamer macht mehr Arbeit.
  2. Puffer davor und danach festlegen.Trage die Vorbereitung als Puffer vor dem Meeting und das Aufräumen als Puffer danach ein. Im fiktiven Beispiel hat der Eichenraum auf jeder Seite einer Buchung 15 Minuten.
  3. Buchbare Längen wählen.Entscheide, ob der Raum für eine Stunde, zwei Stunden oder einen halben Tag vermietet wird. Mehrere Längen bedeuten mehrere Angebote, die alle denselben Raum nutzen müssen.
  4. Letzten Termin des Tages prüfen.Das letzte Meeting samt Puffer danach muss vor Schließung des Gebäudes enden. Schließt der Empfang um 18:00 Uhr, darf die letzte Buchung nicht bis 18:00 Uhr laufen.

Nutzen Angebote unterschiedlicher Länge nicht denselben Raum, blockiert eine zweistündige Buchung im einen keine einstündige im anderen. Teste es: Belege den Raum mit dem ersten Angebot und prüfe, ob das zweite den überlappenden Termin als nicht verfügbar anzeigt.

TIMIFY beschreibt im Raum- und Ressourcenmanagement Räume als online buchbare Ressourcen und die Möglichkeit, Pufferzeiten hinzuzufügen. Das sind Funktionen eines anderen Anbieters; wie viel Puffer dein Raum braucht, sagt die Seite nicht.

Die Raumanfrage: Angaben, Anmerkungen und Bestätigung

Zur Vorbereitung eines Raums genügen meist Name, E-Mail-Adresse, Firmenname und eine kurze Anmerkung zum Bedarf, einschließlich der erwarteten Teilnehmerzahl. Sammle keine vollständige Gästeliste, wenn sie für den Zutritt zum Gebäude nicht nötig ist. Gibt der Empfang Besucherausweise aus, schreibe, wer die Namen wann übermittelt, statt vorsorglich ein weiteres Feld einzubauen.

Eine manuelle Bestätigung ist sinnvoll, wenn du den Bedarf aus den Anmerkungen prüfst oder den Raum nur an Stammkunden vergibst. Der Kunde muss dann wissen, dass er eine Anfrage gesendet und noch keine Zusage erhalten hat; Zuständigkeit und Frist beschreibt der Leitfaden Buchungen manuell bestätigen. Bei Räumen ohne Zusatzwünsche verkürzt eine automatische Bestätigung die Wartezeit.

Vorlage für die Bestätigung

Hallo, wir bestätigen den Eichenraum (bis 8 Personen) am Donnerstag von 10:00 bis 12:00 Uhr. Im Raum gibt es einen Bildschirm mit HDMI, eine Kamera und ein Whiteboard. Das zweite Mikrofon, nach dem ihr gefragt habt, ist zu dieser Zeit nicht verfügbar. Der Empfang lässt Gäste ab 9:50 Uhr herein, bitte gebt den Raum um 12:00 Uhr frei.

Ein Raum als Angebot in Meetlead Buchungen

In Meetlead Buchungen beschreibst du einen Raum als Angebot zur Miete einer Ressourceneinheit: Ein Raum ist eine Einheit, und Name, Beschreibung und Fotos zeigen, für wie viele Personen und mit welcher Ausstattung er gedacht ist. Das Angebot hat eine Dauer, Puffer davor und danach, einen Zeitplan mit Ausnahmen, einen informativen Preis und eine automatische oder manuelle Bestätigung. Mehrere Angebote können denselben Pool nutzen, und die Verfügbarkeit wird beim Speichern erneut geprüft. Du brauchst ein Konto, einen passenden Plan und die aktive App Buchungen.

Kenne auch die Grenzen. Meetlead nimmt keine Zahlung für den Raum entgegen, steuert kein Türschloss und synchronisiert Buchungen nicht mit Google Calendar oder Outlook. Ein telefonisch vereinbartes Meeting trägst du manuell im Panel ein, damit es denselben Raum belegt. Arbeitet dein Coworking-Space an mehreren Adressen, zeigt der Leitfaden Buchungen an mehreren Orten, wie du jeden Raum benennst und ihm die Adresse zuordnest.

Fragen zur Raumbuchung

Kann ich den Raum platzweise statt als Ganzes verkaufen? Ja, wenn du eine offene Veranstaltung mit voneinander unabhängigen Personen anbietest. Das ist dann ein Angebot mit Plätzen und keine Raummiete für ein Team. Bevor du beide Modelle im selben Raum anbietest, teste, ob eine Buchung im einen das andere blockiert; sonst sieht ein Team womöglich einen freien Raum, in dem bereits eine Veranstaltung läuft.

Wie viel Puffer gehört zwischen zwei Meetings? So viel, wie die Vorbereitung dieses Raums tatsächlich dauert. Ein kleiner Raum ohne Technik braucht vielleicht wenige Minuten, ein großer mit Beamer und Tonanlage deutlich mehr. Die Viertelstunde in diesem Leitfaden ist nur ein fiktives Beispiel.